Das Client-Server-Modell erklärt

Kategorie: Internet Tipps

Experten verbinden Computer in Netzwerken, um

  • die Kommunikation der Teilnehmer zu vereinfachen
  • den Datenaustausch zu erleichtern
  • mehrere PCs auf ein externes Gerät (Drucker, Festplatte, Server …) zugreifen zu lassen

Die Verknüpfung der Rechner in einem Netzwerk erfolgt auf unterschiedliche Arten. Das Client-Server-Modell gilt als das bekannteste Konzept. Die Übersetzungen der beiden Begriffe erklären die Funktionen der jeweiligen Netzwerkteilnehmer:

  • Client – Kunde
  • Server – Diener

Der Diener (Server) erfüllt die Wünsche der Kunden (Clients).

Das Client-Server-Modell im Firmennetzwerk

Client-Server-Modell

Die Rechner der Angestellten sind mit dem Firmenserver verbunden.

  1. Ein Mitarbeiter fordert von seinem PC eine Datei vom Server an.
  2. Der Server überprüft die Berechtigungen des Nutzer und gibt diese Datei dann frei.
  3. Der Mitarbeiter hat Zugriff auf das Dokument und arbeitet damit.

Der PC ist der Kunde (Client) und äußert den Wunsch eine bestimmte Datei zu bearbeiten. Der Diener (Server) gestattet den Zugriff und ermöglicht die Arbeit mit dem zentral gespeicherten Dokument.

Der Client legt den Zeitpunkt und die Dauer der Datenverbindung fest. Der Client fragt beim Server eine Dienstleistung an, die der Server dann erbringt.

Beim Ein-Server-Modell leistet ein Server aller erforderlichen Dienste. Bei sehr vielen Netzwerkteilnehmern sind im Multi-Server-Modell mehrere Server nötig.

Vorteile des Client-Server-Modells

  • Installiert der Administrator beispielsweise auf dem Server ein Programm, greifen anschließend 20 Netzwerkteilnehmer darauf zu. Die Einrichtung und die späteren Updates erfolgen nur noch einmal und nicht mehr zwanzigmal. Der Administrationsaufwand sinkt erheblich.
  • Die User speichern die Daten in einem Ordner auf dem Server. Die Clientrechner behalten ihre Speicherkapazitäten. Die Speicherung verbraucht keine unnötigen Ressourcen.
  • Die An- bzw. Abmeldung von Netzwerkteilnehmern funktioniert ohne Probleme. Ein Vergrößerung oder Verkleinerung des Netzwerks ist jederzeit möglich.
  • Auf den sicheren Server haben nur die Clients Zugriff. Ist der gesamte Server gut geschützt, entfällt die Sicherheitsproblematik für die einzelnen Rechner bzw. Clients.
  • Die Rechner müssen nicht in der Firma stehen. Auch im Home-Office besteht, beispielsweise per VPN, Zugriff auf den Server.

Nachteile des Client-Server-Modells

  • Ein leistungsstarker Server kostet viel Geld. Die Investition lohnt sich meist nur ab einer bestimmten Firmengröße.
  • Bei zu vielen Zugriffen besteht die Gefahr der Überlastung, mehrere Server sind dann sinnvoll. Die Kosten steigen.
  • Ein kaputter PC bedeutet meist kein größeres Problem. Die anderen Mitarbeiter arbeiten dann problemlos weiter. Bei einem defekten Server dagegen entsteht größerer Schaden. Kluge Administratoren überlegen sich schon im Vorfeld  für diesen Fall eine alternative Lösung.
  • Gleichzeitiger Zugriff reduziert die Arbeitsgeschwindigkeit. Ein sinnvoller Umgang aller Clients mit dem Server spart Bandbreite und verhindert langsame Serverantwortzeiten.

Das Client-Server-Modell im Internet

Der User besucht mit seinem Browser (Client) eine Website und ruft so vom Server eine HTML-Datei ab.

Request
Der Client sendet eine Anfrage (Request) an den Server. Die Anfrage enthält den Pfad zur gewünschten Datei.

 

Response
Dann bearbeitet der Server die Anfrage und sendet die Antwort (Response) an den Browser.

 

Browser Interpretation
Schließlich erhält der Browser die HTML-Datei, interpretiert den HTML-Code und stellt das Dokument als Homepage dar.

Peer-to-Peer-Modell

Peer-to-Peer
Die Netzwerkteilnehmer (Peers) im Peer-to-Peer-Modell bieten Dienstleistungen an und nehmen gleichzeitig Dienste in Anspruch. Das steht im Gegensatz zum Server-Client-Modell, in dem nur die Server Dienste ausführen und die Clients von den Services profitieren. Die gleichberichtigen Kommunikationspartner sind im Peer-to-Peer-Modell Kunde und Dienstleister in einem.
Die Teilnehmer verbinden sich direkt. Der Server (Vermittler) fällt weg. Die unabhängigen Peers organisieren sich selbstständig.
Beim Filesharing bieten alle Teilnehmer Dateien an und laden gleichzeitig auch Dateien von anderen Teilnehmern. Somit liegt hier ein typisches Peer-to-Peer-Modell vor.

Fällt ein Teilnehmer aus, läuft das übrige System problemlos weiter. Peers erledigen viele verschiedene Aufgaben, das Zusammenwirken aller Peers ermöglicht Synergieeffekte durch Kombination der Fähigkeiten. Bei P2P-Modellen erfolgt keine zentrale Datensicherung. Der Aufbau ohne zentralen Verteiler erschwert die Überwachung des Netzes und begünstigt die Anonymität der Teilnehmer.

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