Robert Louis Stevenson – Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Kategorie: Buchrezensionen

Der Anwalt Dr. Uterson führt ein geregeltes und eintöniges Leben, bis eines Tages sein langjähriger Freund Dr. Jekyll in seine Kanzlei kommt.
Dr. Jekyll gilt für die Gesellschaft als Prototyp des rechtschaffenen und anständigen Menschen. Dieser Dr. Jekyll überreicht Uterson nun sein Testament, in dem er verfügt im Falle seines Ablebens sein ganzes Vermögen einem gewissen Mr. Hyde zu vermachen. Dieser Mr. Hyde wiederum hat einen miserablen Leumund und gilt als rücksichtsloser und böser Zeitgenosse, dessen häßliches Gesicht nur sehr selten zu sehen ist, weil er sich vorzugsweise nachts oder in dunklen Gassen herumtreibt. Mr. Hyde verhält sich stets unhöflich, brutal und egoistisch. Während Dr. Jekyll als höflicher und rücksichtsvoller Mann das genau Gegenteil von ihm repräsentiert. Dr. Uterson ist sehr verwundert, warum der sympathische Dr. Jekyll den Unsympathen Mr. Hyde als seinen Alleinerben einsetzt. Ein Jahr später wird Sir Danver Carew auf bestialische Weise umgebracht und Mr. Hyde wird von Zeugen eindeutig als Täter identifiziert, kann aber nicht festgenommen werden. Die Nachforschungen der Polizei verlaufen im Sande, weil von Mr. Hyde keinerlei Abbildungen existieren und er keine näheren Angehörigen hat. Dr. Jekyll zeigt seinem Anwalt Dr. Uterson ein Schriftstück, in dem Mr. Hyde versichert, dass man sich um ihn keine Sorgen zu machen brauche. Die Handschrift von Mr. Hyde ähnelt der von Dr. Jekyll so stark, dass ein
Schriftexperte feststellt, dass dieser Brief von Dr. Jekyll mit verstellter Schrift geschrieben sein muss.
Dr. Uterson wird zunehmend verzweifelter. Warum schützt der ehrenwerte Dr. Jekyll den brutalen Mörder Mr. Hyde?

In jedem Menschen steckt etwas Böses und etwas Gutes, diese beiden Teile der Persönlichkeit stehen in einem ständigen Konflikt. Der Mensch ist keine Einheit, sondern eine Zweiheit, wie es Stevenson ausdrückt. Dieser Klassiker ist leicht zu lesen und spannend geschrieben.

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