Joseph Roth – Die Legende vom heiligen Trinker

Kategorie: Buchrezensionen

Die Legende beginnt, indem ein bedrucktes Stück Papier den Besitzer wechselt. Dabei hat handelt es sich um die Art von Papier, die Kriege auslöst, die Menschen glücklich macht, die es haben und diejenigen unglücklich, die es nicht haben.
Ein wohlhabender Mann überreicht eines Tages einem Bettler in Paris 200 Francs. Der Bettler versichert diese 200 Francs zurückzugeben und unter einer Heiligenstatue in einer Kapelle zu deponieren. Das kleine Stück Papier bewirkt eine Bewusstseinsveränderung bei Andreas, dem Bettler, plötzlich bekommen die alltäglichen Dinge wieder Bedeutung für ihn. Er wäscht sich und wagt sich in ein Cafe für bessere Leute,wo er prompt einen Job als Möbelpacker angeboten bekommt und so noch mehr Geld erhält. Andreas kauft sich eine Brieftasche, um sein Geld aufbewahren zu können und geht am nächsten Sonntag zur Kapelle, um seine Schuld zu begleichen. Vor der Kapelle begegnet er Karoline seiner ehemaligen Frau, wegen der er zum Bettler geworden ist. Er deponiert das Geld nicht unter der Heiligenstatue und geht stattdessen mit Karoline mit und versäuft das komplette Geld. Er hat nun nichts mehr außer seiner Brieftasche. In der Brieftasche ist jedoch etwas versteckt, was sein Leben wiederum gründlich verändert und die Legende nimmt ihren Anfang.

Ein sehr gut geschriebenes und interessantes Buch, das aufzeigt, dass Geld den Unterschied zwischen einem Penner und einem besseren Herrn machen kann. Andreas ist plötzlich ein Herr, dem Respekt entgegengebracht wird, obwohl er Stunden davor noch ein,aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft, heruntergekommener Penner war und sich als Mensch innerhalb eines Tages nicht verändert hat.

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