John Steinbeck – Tortilla Flat

Kategorie: Buchrezensionen

Der junge Kriegsheimkehrer Danny, der bisher in Armut gelebt hat, erbt von seinem Großvater zwei Häuser. Diese Häuser in der malerischen Landschaft an der kalifornischen Küste werden fortan zum Treffpunkt für Dannys Freunde. Nun sitzen Danny und seine Freunde jeden Tag vor den Häusern und trinken Wein, treffen sich mit Frauen und philosophieren über das Leben. Sie haben keine Freude an Geld oder Besitz, viel wichtiger sind ihnen die Lebensfreude und der Wein, kaum besitzen sie etwas Materielles, geraten sie in Sorge sich dadurch von ihren Freunden zu entfremden. Nach und nach wird die bunte Truppe immer größer und immer mehr Leute ziehen in Dannys Haus, zum Beispiel der geheimnisvolle Pirat mit seinen Hunden, der zwar Geld verdient aber nie welches ausgibt oder Pablo, der gerade mal wieder aus dem Gefängnis kommt. Sie können niemanden einen Wunsch abschlagen
und versuchen zu helfen, wo sie nur können. So vergehen die Tage mit allerhand seltsamen Begebenheiten. Doch Danny wird immer trauriger, er vermisst sein altes Leben als Rumtreiber und Taugenichts. Das Leben als Hausbesitzer drückt auf sein Gemüt und eines Tages ist er weg und seine Freunde machen sich auf die Suche nach ihm. Schließlich finden sie ihn, doch nach einem tragischen Zwischenfall treffen die Freunde eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.

Ein wunderbares Buch voller Komik und Tragik. Brillant formuliert und dramaturgisch perfekt aufgebaut. Ein absolut lesenswerter Klassiker.

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