Hermann Hesse – Knulp

Kategorie: Buchrezensionen

Knulp ist ein Landstreicher, der um 1910 durch Deutschland wandert. In seinem Wanderbüchlein stehen zahlreiche Arbeiten, die er angeblich ausgeführt hat, sodass er seinen Mitmenschen ein arbeitsreiches Leben vorgaukelt. Durch seine charmante Art kann der Lebenskünstler, sowohl Männer als auch Frauen für sich gewinnen. Die Menschen nehmen den ziellosen Rumtreiber und feinsinnigen Plauderer gerne bei sich auf, denn er hat die Gabe
es „froh und hell im Haus“ zu machen. Knulp erweist sich in Gesprächen als hintersinniger Lebensphilosoph und äußert seine Gedanken zu existenziellen Fragestellungen wie Heimat, Familie oder Tod. Nach Jahren der scheinbar sorglosen Rumtreiberei beichtet Knulp einem Freund das Geheimnis seiner gescheiterten Existenz und schon kurz danach bekommt Knulp mit knapp über 40 ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten, aber
Knulp möchte nicht ins Krankenhaus, stattdessen möchte er ein letztes Mal die Düfte und den Zauber seiner Heimat wahrnehmen und macht sich auf seine letzte Wanderung.

In diesem Buch „tut sich ein kleiner Schatz an Erlebnissen auf“ und die Melodie des Buches ist „recht fein“. Dieses Buch ist wunderbar geschrieben und Hesse beweist seine hervorragenden erzählerischen Fähigkeiten.

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