Ernest Hemingway – Der alte Mann und das Meer

Kategorie: Buchrezensionen

84 Tage hintereinander hat der alte Mann keinen Fisch mehr gefangen. Er ist bitterarm und lebt in einer kärglichen Hütte. Sein Gesicht ist faltig und seine Haut fleckig. Körperlich ist er nicht mehr gut in Schuss, nur seine Augen leuchten noch wie eh und je. Am Morgen steigt der Mann wieder in sein Boot und fährt los. Er kann sich in die Launen des Meeres hineinversetzen und vertraut ausschließlich auf seinen Instinkt. Mit dem Wasser verbindet ihn eine fast innige Beziehung. Er beobachtet die fischenden Vögel und wirft an einer vielversprechenden Stelle die Angelrute aus. Dann spürt er einen heftigen Ruck und hat tatsächlich einen Fisch am Haken. Er kann ihn jedoch nicht ins Boot ziehen, der Fisch ist einfach zu schwer. Er beschließt den Fisch am Haken zu lassen und zu warten, bis dieser keine Kraft mehr hat. So vergehen viele Stunden und dann bekommt er den Fisch zu sehen. Der Fisch ist größer als sein Boot und ein wahres Prachtexemplar. Der Fisch schwimmt Zick-Zack, springt in die Luft und versucht alles um sich zu befreien. Doch es gelingt ihm nicht. Schließlich nimmt der alte Mann seine Harpune und tötet mit letzter Kraft das riesenhafte Tier. Er kann ihn immer noch nicht an Bord hieven, muss ihn im Wasser lassen und hinter sich herziehen.  So fährt er mit dem Riesenfisch im Schlepptau Richtung Hafen. Doch dann erblickt er eine dreieckige Flosse. Es ist ein Hai, der sich dem Boot nähert.

Hemingway liefert eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten und der Umgebung des Mannes. Die einfache Sprache sorgt für eine realistische Atmosphäre. Der alte Mann kämpft gegen das Alter, die Naturgewalten, das Schicksal und seine Armut. Er hat ein schweres und entbehrungsreiches Leben, doch etwas kann ihm keiner nehmen: seine Würde.

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