Agatha Christie – Das Haus an der Düne

Kategorie: Buchrezensionen

Hercule Poirot sitzt in der Sonne. Er hat es sich auch verdient. Schließlich hat er jahrelang die kniffligsten Fälle gelöst und die gerissensten Verbrecher überführt. Doch jetzt ist es Zeit für den Ruhestand. Tee trinken, Kuchen essen, mit Hastings plaudern und den August im englischen Ferienort St. Loo genießen. Doch auch ein Meisterdetektiv muss sich mal die Beine vertreten, doch dabei gerät er dummerweise ins Stolpern. Er landet direkt vor einer jungen Dame mit veilchenblauen Augen und nutzt, ganz Kavalier der alten Schule, die Gelegenheit, um das Fräulein
zum Kuchenessen einzuladen. Die hübsche Frau stellt sich als Nick Buckley vor und erweist sich als vergesslich. Sie vergisst nämlich ihren Hut, den Poirot sogleich genau unter die Lupe nimmt. Der Detektiv entdeckt ein Einschussloch und ist entsetzt. Als er Miss Buckley kurze Zeit später in ihrem Haus besucht, erfährt er von weiteren Zwischenfällen: Die Autobremsen haben nicht funktioniert, ein Bild ist von der Wand gefallen und ein Felsbrocken ist nur knapp neben ihr eingeschlagen. Für Poirot steht fest: Jemand möchte Nick Buckley töten.
Das Motiv ist unklar, aus ihren Bekannten, Freunden und Hausangestellten kristallisiert sich zunächst kein Hauptverdächtiger heraus. Wenig später holt Nick ihre Cousine Maggie als moralische Unterstützung zu sich. Während eines Feuerwerks wird diese Maggie erschossen, sie sieht im Dunkeln Nick Buckley zum Verwechseln ähnlich und trägt zudem ihren Schal. Es wird vermutet, dass der Schuss eigentlich für Nick bestimmt war. Poirot ermittelt gewohnt systematisch und entdeckt schon bald etliche Widersprüche. Welches Geheimnis verbirgt sich im Haus an der Düne?

Dieser Kriminalroman ist sehr logisch aufgebaut, die Sprache ist schnörkellos und präzise. Es werden immer wieder ironische Randbemerkungen eingebaut und falsche Fährten gelegt. Das Buch ist kurzweilig zu lesen und bis zum Schluss spannend.

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